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Abitur 2010 am BKO PDF Drucken E-Mail

Landrat verabschiedet ersten Abiturjahrgang mit Doppelqualifikation am Berufskolleg des Kreises Olpe

Die Schülerinnen und Schüler machten ihrem Abimotto „Von Pionieren zu Überfliegern“ alle Ehre. So erwarben erstmals 31 Schülerinnen und Schüler am Berufskolleg des Kreises Olpe die Allgemeine Hochschulreife. Jetzt haben die Schülerinnen und Schüler der Bildungsgänge Abitur+ die Chance, nach einer Praktikumsphase auch noch einen Berufsabschluss zu erlangen.

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Das Ergebnis der zentral gestellten Abiturprüfung kann sich sehen lassen. Drei Abiturienten schlossen ihr Abitur mit einer Eins vor dem Komma ab. Allein das ist schon ein tolles Ergebnis. Viel bedeutender jedoch ist die Tatsache, dass darunter eine ehemalige Gymnasiastin, ein ehemaliger Hauptschüler und ein ehemaliger Realschüler sind. Der ehemalige Hauptschüler erreichte einen Abiturschnitt von 1,6. Dies zeigt, dass das Konzept des Berufskollegs des Kreises Olpe funktioniert. Die Schule schafft es, in etwas mehr als drei Jahren Schülerinnen und Schüler aller Schulformen zum Abitur und zu einer qualifizierten Berufsausbildung zur/ zum technischen Assistenten/in für Betriebsinformatik oder zur/zum Erzieher/in zu führen.

Ein ganzer Tag stand im Zeichen der Abiturfeierlichkeiten am Berufskolleg des Kreises Olpe. Die Feierlichkeiten fanden an drei verschiedenen Orten statt. Zunächst wurde eine Messe in der Krypta der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Olpe gefeiert. Anschließend wurden die Zeugnisse in einem offiziellen Rahmen am Berufskolleg des Kreises Olpe verliehen. Abends stand dann der von den Schülern organisierte Teil auf dem Programm, der Abiball in der Biggeseehalle in Sondern.

Die offizielle Verleihung der Zeugnisse wurde durch Reden und musikalische Einlagen umrahmt. Bernard Schmidt, Schulleiter des Berufskollegs des Kreises Olpe, begrüßte zunächst die Anwesenden, insbesondere den Landrat Frank Beckehoff.

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Landrat Beckehoff beglückwünschte anschließend die ersten Abiturienten des Berufskollegs des Kreises Olpe. Er verglich den erreichten Abschluss mit einem Sprungbrett in den neuen Lebensabschnitt. Normalerweise führe der Sprung von einem Sprungbrett allerdings in kaltes Wasser. Doch die Schülerinnen und Schüler beider Bildungsgänge seien durch die erworbene Allgemeine Hochschulreife und die Möglichkeit des anschließenden Berufsschulabschlusses bestens auf die Zukunft vorbereitet.

Dies betonte auch der anschließende Redner Harald Pohl, Oberstufenkoordinator am Berufskolleg des Kreises Olpe und Jahrgangsstufenleiter. Ein Berufskolleg definiere sich insbesondere durch Praxisnähe, als Resultat eines breiten Angebots an Bildungsgängen der Berufsschule. Das Berufskolleg stehe damit in direktem Kontakt zu den Unternehmen und Institutionen der Region. Diese Kontakte werden genutzt, z. B. für Betriebserkundungen und Praktika. Auf diesem Weg knüpfen die Schüler des Berufskollegs schon früh Kontakte zu späteren Arbeitgebern. Aber auch Kontakte zur Universität Siegen werden früh aufgenommen, beispielsweise durch die Teilnahme an einem internetbasierten Unternehmensplanspiel mit der Möglichkeit eines Scheinerwerbs für ein anschließendes Studium. Die Schüler des Bildungsganges „Technische/r Assistent/in für Betriebsinformatik / AHR“ seien daher zum einen aufgrund der erworbenen Allgemeinen Hochschulreife bestens vorbereitet auf ein Studium jeder Fachrichtung, insbesondere im betriebswirtschaftlichen oder technisch-informationswissenschaftlichen Bereich. Zum anderen seien die Schüler darüber hinaus – auch aufgrund der anschließenden Berufsabschlussprüfung als „Technischer Assistent für Betriebsinformatik“ – ausgezeichnet vorbereitet, qualifizierte Tätigkeiten in Industrie, Handel und Verwaltung zu übernehmen. Dabei zeigte sich Pohl davon überzeugt, das Anforderungsprofil der zahlreichen international tätigen mittelständischen Unternehmen der Region an junge, qualifizierte Mitarbeiter zu erfüllen.

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Die Praxisnähe wird auch bei dem Besuch des Bildungsganges „Erzieherin/Erzieher / AHR“ besonders betont. Darauf ging Andreas Fährmann, Jahrgangsstufenleiter dieses Bildungsganges, besonders ein. Er bedankte sich darüber hinaus bei seiner Klasse für die angenehme und konstruktive Zusammenarbeit.

Die Klassensprecherinnen Andra Kamberci und Albulena Aliju bedankten sich bei den anwesenden Lehrern für die erhaltene Unterstützung in den vergangenen drei Jahren bis zum Zentralabitur. Albulena Aliju erinnerte noch einmal an das Motto des ersten Abiturjahrganges „Von Pionieren zu Überfliegern“ am Berufskolleg des Kreises Olpe. Als Pioniere vor drei Jahren gestartet, haben sie als Team ihr hochgestecktes Ziel, das Erreichen der Doppelqualifikation aus Allgemeiner Hochschulreife und Berufsausbildung, fast erreicht. Das erste Reiseziel, das Abitur, wurde ohne größere Turbulenzen erreicht. Das zweite Ziel wird ab der nächsten Woche angesteuert. Dabei handelt es sich um die Berufsausbildung, die nach kurzer Flugzeit erworben wird.

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Anschließend wurden die Zeugnisse an die folgenden Abiturientinnen und Abiturienten überreicht:
Albulena Aliju, Dominik Allebrodt, Jan Arens, Nadine Arens, Boris Bieke, Jan Breuer, Carina Clemens, Max Fischer, Jana Florath, Julia Günther, Judith Harnischmacher, Michael Hölting, Chiara Junge, Andra Kamberci, Katharina Kataji, Katharina Keppeler, Pascal Klinger, Dominik Klur, Sebastian Lichte, Sabina Michael, Kathrin Middel, Stefanie Otten, Laura Proks, Jonas Reichling, Jessica Roters, David Schmidt, Andreas Schnepper, Eva Schulte, Eva Schüttler, Veronika Teuber, Sascha Wiese

 
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